UNESCO

Auf der Welterbeliste der UNESCO stehen weltweit über 1.200 Stätten. 2005 war das Museum Plantin-Moretus das erste Museum überhaupt, das aufgenommen wurde. Mehr noch: Bereits vier Jahre zuvor waren das Firmen- und Familienarchiv in das „Memory of the World“-Register der UNESCO eingetragen worden. Mit großen Buchstaben eingraviert in das Gedächtnis der Menschheit. . 

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Unter den grössten der Welt

Von der Chinesischen Mauer bis zum Kolosseum, von Machu Picchu bis zur Akropolis: Jeder Ort, der für die Entwicklung der Menschheit prägend war – und es noch ist –, hat seinen Platz auf der berühmten Welterbeliste der UNESCO. So auch das Museum Plantin-Moretus. Denn aus diesem historischen Familienunternehmen gelangte Wissen über Wissenschaft, Sprache, Architektur, Geschichte, Kultur und Natur in die ganze Welt. Druckfrisch und von makelloser Qualität, dank der fortschrittlichsten Techniken ihrer Zeit.

Cornelis Kiliaan, Etymologicum Teutonicae linguae, sive: Dictionarium Teutonico-Latinum (Antwerpen: Jan I Moretus, 1599), Museum Plantin-Moretus, Antwerpen.

Für immer geschützt

Alles wirkt, als wäre die Zeit stehen geblieben. Das eindrucksvolle Patrizierhaus, der imposante Garten und die historische Druckerei haben in fünf Jahrhunderten nichts von ihrer Ausstrahlung und ihrem Charme verloren. Und das bleibt so. Seit dem 15. Juli 2005 stehen sie mit dem Eintrag auf der Welterbeliste der UNESCO unter dauerhaftem Schutz. Dazu gehört auch das Kupferstichkabinett mit mehr als 75.000 Objekten von Künstlern wie Rubens, Bruegel, Tuymans und Panamarenko – Seite an Seite. Ebenso wie die fantasieanregenden Bücher in der Bibliothek.  

Im kollektiven Weltgedächtnis

Nichts davon darf für kommende Generationen verloren gehen. Genau das ist das Anliegen der UNESCO. Neben Bauwerken und Traditionen erhielten daher auch bedeutende Dokumente zur Kulturgeschichte der Menschheit eine eigene Liste: das „Memory of the World“-Register. Am 4. September 2001 fanden die Archive der Officina Plantiniana dort ihren Platz. Kein Zufall, denn das Firmen- und Familienarchiv ist ein Schatz an Informationen über Wissenschaften, Buchdruckkunst, die europäische Kultur, den Humanismus und die Gegenreformation. 

Blauer Schutz

Und im Kriegsfall? Im Lauf der Jahrhunderte wurde unermessliches Kulturgut durch menschliche Gewalt zerstört. Als stolze Träger des Blauen Schildes genießt das Museum Plantin-Moretus bei bewaffneten Konflikten einen besonderen Schutz. Das Gelände darf niemals für militärische Zwecke genutzt werden, und andere Staaten dürfen es nicht angreifen. Ein Verstoß kann als Kriegsverbrechen verfolgt werden. Wussten Sie, dass nur eine sehr begrenzte Anzahl von Stätten weltweit ein solches blaues UNESCO-Schild erhalten hat? Ein deutlicher Beleg für die Bedeutung dieses Museums für Vergangenheit und Zukunft der Menschheit. 

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