Kurz gesagt: Produktion, Vertrieb und Marketing waren fortan unter einem Dach vereint. Dies war besonders praktisch für Kaufleute, die aus ganz Europa kamen, um Werke für den weiteren Vertrieb einzukaufen. Als lose Bögen oder gebunden. Über die Frankfurter Buchmesse hatte das Unternehmen selbst ein internationales Netzwerk aufgebaut. Sowohl hinsichtlich der Themen als auch der Sprachen war das Angebot riesig.
Allerdings stand nicht alles zum Verkauf. Im Auftrag des Herzogs von Alva druckte Plantijn im Jahr 1570 den Index Librorum Prohibitorum, eine Liste verbotener Bücher. Darauf standen auch eigene Ausgaben. Plantijn wagte es, sowohl katholische als auch protestantische Werke zu drucken – eine riskante Strategie, die ihm sowohl Ansehen als auch Misstrauen einbrachte.