Die Große Bibliothek

Christoffel Plantijn gab seine Leidenschaft für das geschriebene Wort an seine Nachkommen und Nachfolger weiter. Alle ihre Bücher sind ordentlich in der großen privaten Bibliothek aus dem 17. Jahrhundert ausgestellt. Ein inspirierender Ort mit hohen Regalen voller alter, aber gut erhaltener Druckwerke. Quellen des Wissens, damals wie heute.  

Die Große Bibliothek

Handwerker, Edelmänner und Fürsten

Bei aller Bescheidenheit: Dies ist die am besten erhaltene Druckereibibliothek der Welt. Neben den nach Größe sortierten Büchern fällt vor allem die handwerkliche Qualität auf. Kaum sind Sie eingetreten, sehen Sie sich von grundsoliden Schränken umgeben, die vom Boden bis zur Decke reichen und mit robusten Regalen ausgestattet sind, um die Fülle an Wissen zu tragen. Die hölzernen Büsten auf den Lesepulten stellen Heilige und Päpste dar. Die Gipsvarianten in den Regalen zeigen griechische und römische Herrscher und Gelehrte. Wen erkennen Sie? 

Geschäftliche Zwecke

Der Altar und das Gemälde der Kreuzigung verraten es bereits: Einst diente dieser Raum als private Kapelle, in der jeder Arbeitstag mit einer Messe begann. Ursprünglich war dies jedoch die Arbeitsbibliothek der Officina. Plantijn lagerte dort Bücher, die für den täglichen Betrieb der Druckerei und ihre Korrektoren von Bedeutung waren. Zur Vorbereitung seiner eigenen Veröffentlichungen erwarb er mittelalterliche Handschriften, Werke aus dem ersten Jahrhundert des Buchdrucks sowie zeitgenössische Publikationen von Mitbewerbern und Bekannten.

Bücher von Bedeutung

Die Museumssammlung umfasst, einschließlich der Depots und der kleinen Bibliothek, insgesamt 40.000 Bücher und 69.000 Einblattdrucke. Dies ist nicht nur das Verdienst des wissbegierigen Plantin und des Bücherwurms Balthasar I. Moretus. Ihre Nachfolger erweiterten die Sammlung kontinuierlich. Als die Officina Plantiniana als Museum Plantin-Moretus wiedereröffnet wurde, erwarb der erste Konservator Max Rooses neben Drucken von Plantin und Moretus auch Werke anderer Antwerpener Verleger aus dem 16. Jahrhundert. Daher ist die umfangreiche Bibliothek auch heute noch eine aktive Einrichtung, in der Wissenschaftler und Historiker aus aller Welt Dokumente für ihre Forschungsarbeiten anfordern. 

Quellen des Wissens

Christoffel Plantin gab seine Liebe zum geschriebenen Wort an seine Nachkommen und Nachfolger weiter. All ihre Bücher sind ordentlich in der großen privaten Bibliothek aus dem 17. Jahrhundert ausgestellt. Ein inspirierender Ort, mit hohen Regalen voller alter, aber gut erhaltener Drucke. Quellen des Wissens, damals wie heute.